Als Leiharbeiter sind oder waren wir in allen möglichen Branchen tätig. Wir werden von den Entleihern eingekauft, weil wir größtenteils billiger sind und im Zweifelsfall schnell wieder abgemeldet werden können. In den Einsatzbetrieben arbeiten wir mit den Kollegen aus der Stammbelegschaft zusammen. Sowohl wir als auch unsere Kollegen aus der Stammbelegschaft werden dadurch gegeneinander ausgespielt. Meistens werden unsere Kollegen von einer Gewerkschaft vertreten, die aus welchen Gründen auch immer ebenso uns zu vertreten meint. 

Doch daran haben wir unsere berechtigten Zweifel. Wie kann man zum Beispiel Tarifverträge unterschreiben, die uns deutlich schlechter stellen, obwohl im AÜG steht, dass Equal Pay gilt, wenn es keinen Tarifvertrag gibt?


Die naheliegende und verständliche Antwort darauf ist:“ Dann gründen wir halt eine eigene Gewerkschaft, die nur unsere Interessen vertritt.“
Doch so einfach ist es leider nicht. Schon aufgrund der durchschnittlich kurzen und immer wiederkehrenden Verweildauer in Leiharbeit halten wir es für sehr schwierig, eine gewerkschaftliche Basis aufzubauen, die gegebenenfalls auch mal zum Streik der Leiharbeiter aufrufen kann, um eben keinen Tarifvertrag zu unterschreiben.

Es mag funktionieren, und damit wir uns, -die vereinzelten Leiharbeiter-, überhaupt finden können, stellen wir die Datenbank zu Verfügung, damit wir unser Koalitionsrecht nach §9 des Grundgesetzes wahrnehmen können.

Koaltitionsrecht hin, Grundgesetz her: Wir haben ein Interesse daran, dass sich die Situation ändert. Unser wichtigstes Ziel ist es, die Spaltung zwischen Stammbelegschaft und leicht austauschbaren Leiharbeitern zu stoppen. Deshalb möchten wir nun hier einige Möglichkeiten vorstellen, wie wir die Pest der Leiharbeit beenden können:

Der Einfluss von Leiharbeitern auf die DGB-Gewerkschaften ist nicht erwähnenswert. Gerade deshalb besteht also die Möglichkeit, als Mitglied die Interessen der Leiharbeiter zu vertreten. In Hinblick auf die Tarifkommissionen hat das schon so manche Schweißperle auf die Stirn von willfährigen Randstad-Gewerkschaftsmitgliedern getrieben.

Ob nun die Mitgliedschaft in einer Partei hilfreich ist? Wenn es um Arbeitnehmerinteressen geht, sind die dafür in Frage kommenden Parteien immer mit den DGB-Gewerkschaften verwoben, so dass auch hier stets eine zähe Auseinandersetzung mit Karrieristen vorprogrammiert ist.

Egal wie wir es drehen und wenden: Trotzdem gibt es überall Leute, die sich für unsere Belange interessieren, ein offenes Ohr haben und bei einer weiteren Vernetzung und Unterstützung hilfreich sein können. Man muss es halt einfach ausprobieren und nicht vorschnell die Flinte ins Korn werfen. Das gilt übrigens auch für Basisgewerkschaften wie die Freie ArbeiterInnen Union (FAU) oder die Wobblies, die einen etwas anderen Ansatz pflegen und eher klassenkämpferisch orientiert sind.

Am wichtigsten jedoch halten wir den Austausch vor Ort. Wir sollten gemeinsam unseren Unmut auf die Straße tragen. Das können wir durch ganz einfache Aktionen machen.

 

 

 

 

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Die Interessengemeinschaft der Leiharbeiter ist ein Zusammenschluß von aktiven und ehemaligen Leiharbeitern, Werksvertragsbeschäftigten, Gewerkschaftsaktivisten und anderen politisch engagierter Mitmenschen. Gemeinsam wollen wir dazu beitragen, dass Leiharbeit auf den Müllhaufen der Geschichte landet. Wir sind unabhängig von Parteien, Gewerkschaften oder irgendwelchen Arbeitgeberverbänden.
Unserer Meinung nach besteht das größte Problem in der Vereinzelung. Dieses Gefühl, auf sich alleine gestellt zu sein, wollen wir überwinden, denn erst dann können wir erfolgreich sein.
Wir sind keine Dienstleister und es hängt von uns allen ab, wie wir uns einbringen. Eine Gegenwehr außerhalb des Internets ist dringend nötig!
 

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